Wie würdest du 10.000 € investieren?

 

Noch vor einigen Wochen notierte Amazon in schwindelerregenden Höhen. Sie war in 2015 um rund 100 Prozent gestiegen.

Schwindelerregende Höhen? Das ist jetzt, nach der Marktkorrektur, ganz anders. Die Aktie hat die 200-Tageslinie durchschlagen und ist erst ein gutes Stück unterhalb der Linie zu einem Halt gekommen.

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Amazon gibt es im Moment also besonders günstig. Aber ist die Aktie deshalb auch ein Kauf? Lohnt sie sich also, um 10.000 € in 2016 anzulegen?

Mein Antwort lautet: Ja.

Dafür gibt es viele Gründe. Die drei wichtigsten will ich jetzt ausführen.

 

Erstens: Amazon ist derzeit günstig. Das gilt nicht nur, wenn man sich den Kursverlauf der letzten Monate anschaut. Es gilt auch, wenn man einen Blick auf den Cash-Flow von Amazon wirft.

Amazon hat in seiner mittlerweile 20-jährigen Geschichte noch nie nennenswerte Gewinne geschrieben. Amazon-Chef Jeff Bezos setzt auf Wachstum – und daran hat er auch nie einen Zweifel gelassen. Er nutzt das reinkommende Geld, um zu investieren. Auf diese Weise hat er für die Amazon-Aktionäre sehr viel Wert geschaffen. Amazon gehört zu den 100-baggern, zu den Aktien also, die sich im Laufe der Zeit im Kurs verhundertfacht haben.

Wie aber bewertet man eine Aktie, die so gut wie nie Gewinne schreibt? Eine der Antworten auf diese Frage heißt: Am Cash-Flow. Verdient das Unternehmen mit seinem operativen Geschäft also Geld? Oder verdient es nichts oder macht gar Verluste?

Derzeit ist Amazon zu einem sehr günstigen Cash-Kurs-Verhältnis zu haben, wie du aus der folgenden Grafik ersehen kannst.

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Zweitens: Amazon hat noch sehr viel Raum für Wachstum. Erst knapp 8 Prozent des Umsatzes im amerikanischen Einzelhandel werden online gemacht. Dieser Wert steigt stetig an. Und der größte Nutznießer von steigenden Umsätzen bei Käufen im Internet ist – Amazon.

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Amazon wächst aber nicht nur zu Hause in den USA, auch international laufen die Geschäfte bei Amazon rund. Zuletzt sank der prozentuale Zuwachs beim Umsatz für Amazon leicht (von 30% auf „nur“ noch 27%; währungsbereinigt). Das sind aber ohne Zweifel sehr hohe Zahlen. Auch für Amazon, das in den vergangenen Jahren Umsatzzuwächse von 20-25 Prozent hatte.

 

Drittens: Die Cloud. Gerade erst ist Netflix mit seinen Daten komplett zu Amazons Cloud-Service umgezogen. Das Cloud-Business von Amazon (Amazon Web Service – AWS) ist der klare Marktführer. Und es hat hohe Zuwachsraten von um die 60 Prozent. Hochrentabel ist AWS zudem auch noch.

Keine Zweifel: Jeff Bezos, der Chef von Amazon hat auf viele Jahre nicht vor, nennenswerte Gewinne auszuweisen. Stattdessen wird er weiterhin jeden Cent und jeden Dollar in die Expansion des Unternehmens stecken.

Deshalb ist Amazon einer der Top-Kandidaten für eine Aufnahme in den „Club der Trillionäre“, den exklusiven Club derjenigen Unternehmen, die als erste mehr als eine amerikanische Trillion Dollar Börsenwert haben könnten, eine Billion in unserer, europäischen Schreibweise. Die anderen Kandidaten: Apple, Google und Facebook.

Die Aktie von Amazon ist und bleibt eine der Säulen im Depot von grossmutters-sparstrumpf. Sie ist zurzeit einer der erfolgreichsten Werte der Fünf besten Aktien der Welt“.

 

Dieser Text ist Teil einer Blogparade. Andere Texte zur Frage „Wie würdest du 10.000 € investieren findest du auf den Seiten von Tradely.

 

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2 Kommentare

  1. Rolf

    Hallo zu welchem Kurst steigst du ein?

    Antworten
  2. David Moosmann

    Vielen Dank für deine Teilnahme an unserer Blog-Parade.

    Ich denke, auch wenn Amazon 2015 eine Rallye hingelegt hat. Nach den letzten Kursabgaben ist die Aktie wieder günstig zu haben.

    Die Us E-Commerce Sales sind ja wie mit einem Lineal gezogen 🙂 Eine Top-Entwicklung. Das Cloud-Geschäft ist zukunftsorientiert und sollte auch 2016 für Kursfantasien sorgen.

    Freue mich darauf zu sehen, wie sich die Aktie in unserem Finanzblog Fonds entwickelt. Ich bin zuversichtlich.

    MfG,
    David

    Antworten

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