Der US-Einzelhändler Sears ist pleite – was können wir daraus lernen?

SEARS war einmal der größte Einzelhändler der Welt. Das ist für uns heute, die wir uns an AMAZON und WALLMART gewöhnt haben schon ziemlich unglaublich. Und lange her.

SEARS ist also eine echte Börsenlegende. Der Katalog den das Unternehmen in den 20er Jahren produzierte, war ebenfalls eine Legende. SEARS war einmal das AMAZON dieser Zeit. SEARS hat von 1980 bis 2005 über 25 Jahre eine Dividende gezahlt die nie gekürzt wurde. Ein Dividenden-Aristokrat. Und genau dieses Unternehmen hat in dieser Woche Insolvenz angemeldet.

 

 

Kam der Niedergang überraschend?

 

Nein. Was mich in den letzten Jahren gewundert hat, dass ist, dass die kommende Insolvenz in vielen Artikeln und Analysen angekündigt wurde. Der Niedergang des Unternehmens war zudem (wie bei GE) im Chart ohne Probleme zu erkennen. Trotzdem fanden sich immer wieder Anlegerinnen und Anleger, die die Aktie als Turnaround-Spekulation gekauft haben

Jens Rabe analysiert heute auf YouTube den Niedergang von SEARS. Aber er tut mehr als das. Er rechnet auch vor, was aus 3.000 Dollar geworden wären, wenn du sie im Jahr 2007 zum ungünstigsten Zeitpunkt in die drei größten amerikanischen Einzelhändler (WALMART, HOME DEPOT, SEARS) investiert hättest.

Die Antwort lautet: 23.000 Dollar. Wow!

Die Rendite dieses Investments – trotz des Totalverlusts bei SEARS – läge bei über 20 Prozent. Diversifikation ist also wichtig für ein Depot. Diversifikation entscheidet darüber, ob deine Investments florieren – oder dir eines Tages den Hals brechen.

Der Niedergang von SEARS zum Anlass zu nehmen, die Aktie zu verkaufen – das hätte allerdings auch geholfen. Derzeit setzten viele Anlegerinnen und Anleger ganz gezielt auf fallende Aktien wie SCHAEFFLER, DAIMLER, CONTINENTAL, BAYER und GENERAL ELECTRIC. Das könnte ins Auge gehen.

 

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Viel Spaß mit dem Video.

6 Kommentare

  1. Marc

    Wenn die Nachfrage nach dem „günstigen“ Modell (XR) zurückgeht (und das sind nicht nur die üblichen vorweihnachtlichen Pressebehauptungen), warum sollte dann die Nachfrage nach den „anderen“, teureren Modellen (XS und XS Max) zunehmen, wenn diese technisch kaum besser sind (selbst ausprobiert, aber auch in vielen Tests bewiesen)? Das verstehe ich nicht.

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  2. Marc

    Sorry, hatte bei meinem Post vorhin die email Adresse unvollständig angegeben.

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  3. Marc

    Etwas offtopic, denn bis zur Pleite von Apple ist es noch sehr weit. Ich hatte den Abstieg von Apple früher erwartet, aber er scheint erst jetzt so langsam zu kommen. Plötzlich beginnt Apple Informationen(verkaufte Stückzahlen der Iphones) vorzuenthalten. Ok, die Konkurrenz macht das auch, aber warum wird gerade Apple auf einmal schweigsam? Haben die das notwendig, fragen sich viele. Läuft da was nicht mehr so wie früher? Wie man sieht, ahnen Märkte, daß etwas nicht mehr stimmt. Es wird spannend bei Apple.

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    1. Christian Thiel (Beitrags-Autor)

      APPLE geht ohne jeden Zweifel eines Tages Pleite – das ist der Gang der Dinge in der Wirtschaft. Bis es so weit ist, können noch 50 oder gar 100 Jahre vergehen. Derzeit ist APPLE auf einem klaren Wachstumskurs und wird im Bereich Streaming; Service, Wearables und Apple Car in den nächsten Jahren ziemlich starke Produkte und Dienstleistungen anbieten. Meine Meinung.

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      1. Marc

        Wenn die Iphonenachfrage nachläßt, und das tut sie derzeit eindeutig (Apple reduziert Produktion und Prognose und das vor Weihnachten), können das die andern Bereiche nicht kompensieren. Börse ist außer Zahlen auch Sentiment, das heißt, für die meisten Anleger ist Apple gleich Iphone. Sollte es da schwächeln, verkauft die Herde. Man kann dann zwar billig einsteigen, aber Apple muß was sehr Besonderes anbieten, damit die Herde zurückkommt. Apple Care, Streaming usw. ruft die Anlegermasse nicht hinterm Ofen hervor.

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        1. Christian Thiel (Beitrags-Autor)

          Diese Nachrichten dass die iPhone Nachfrage nachlässt, kommen jedes Jahr um diese Zeit. Passiert ist es noch nie. Warum sagst du dann, dass sie „eindeutig“ nachlässt? APPLE wird möglicherweise weniger von einem Modell produzieren (dafür gibt es einige Anhaltspunkte) – aber was ist mit den anderen Modellen? Die sind ja deutlich teurer und können APPLE sehr viel Geld in die Kassen spülen. Zudem ist es ja so: ich kann doch nicht meine Anlageentscheidung für oder gegen eine Aktie wie APPLE davon abhängig machen, was die Presse behauptet, wie stark die Nachfrage nach einem einzigen Modell ist.

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