Verkauf Daimler, Nordex und Coca Cola

Wie haben die Sell-Empfehlungen von grossmutters-sparstrumpf abgeschnitten?

 

Immer wenn ich auf die amerikanische Seite von Motley Fool gehe erwartet mich dort eine Grafik. In ihr steht der Return für den Service Stock Advisor von Motley Fool (links) und der Vergleichswert für den amerikanischen Index S&P 500 (rechts). Das sieht dann so aus:

Sie messen also ihre Performance. Und sie vergleichen sich mit dem Index. Vorbildlich. Hast du so etwas schon mal auf einer deutschen Seite gesehen? Ich nicht.

Hier auf grossmutters-sparstrumpf gibt es täglich die Möglichkeit zu sehen, wie die Performance der von mir empfohlenen Aktien gerade ist. Dazu musst du nur in das wiki schauen. Das ist keine perfekte Lösung, denn erstens enthält der Wert dort Kosten von rund 1,5 Prozent im Jahr (und das senkt leider die ausgewiesene Performance), zudem muss ich, zweitens, den Vergleich mit dem Index selber am Jahresende hinzufügen. Aber immerhin.

Im Moment steht das wiki für die letzten drei Jahre bei einem Return von 16,3 Prozent pro Jahr und der Index (MSCI World, gemessen am iShare Core MSCI World UCITS ETF in Euro) bei 12 Prozent. Rechnet man die Kosten von 1,5 Prozent noch hinzu, dann ergibt sich eine Performance der von mir empfohlenen Aktien von 17,8 Prozent – das sind 5,8 Prozent mehr als der Index.

 

Wie gut waren die Verkaufsempfehlungen?

 

Meine Kaufempfehlungen laufen also gut. Sie schlagen also den Index. Seit Mitte 2016 schreibe ich allerdings auch Sell-Empfehlungen. Diese Verkaufsempfehlungen habe ich bislang noch nie überprüft. Und genau das will ich heute machen.

Anlass dafür ist ein epischer Sturz, den wir in dieser Woche miterleben durften: KRAFT HEINZ, eines der Unternehmen an dem Warren Buffett beteiligt ist, ist nach den Quartalszahlen abgestürzt. Das Unternehmen hat innerhalb von Minuten fast ein Drittel seines Wertes verloren:

 

 

Für mich war die Aktie noch nie ein Kauf. Erstens ist der Chart für die letzten drei Jahre ziemlich eindeutig. Hier kommt er:

 

 

Zweitens leidet das Markenkonglomerat schon seit Jahren an fallenden Umsätzen. Sie sind einer der Gründe für die schlechte Performance der Aktie, die du im Chart sehen kannst. Fallende Umsätze sind für mich eine rote Flagge.

Drittens warne ich schon seit Jahren vor der sogenannten Konglomerate-Krankheit. Diese Krankheit hat zahlreiche Markenkonglomerate befallen, auch die von Dividenden-Fans so gern gekauften Unternehmen wie COCA COLA und PROTCTER & GAMBLE. Sie alle laufen seit Jahren schlecht, haben kaum steigende oder fallende Umsätze und Gewinne und müssen mit einem Verfall der Stärke ihrer Marken leben.

Der Aufbau von Marken läuft mittlerweile an diesen Unternehmen vorbei. Er geht über soziale Netzwerke und über YouTube-Stars. Die klassische Fernsehwerbung kennen viele Kinder und Jugendliche schon gar nicht mehr. Und das geht auf Kosten der Marken.

Die meisten Warnungen vor diesen Aktien habe ich nur auf Facebook in der „Kleinen Finanzzeitung“ gepostet. Einige von ihnen finden sich aber auch hier auf dem Blog. Und heute will ich mal schauen, ob diese Sell-Empfehlungen sich gerechnet haben.

 

Coca Cola

 

Die erste Sell-Empfehlung war die zu COCA COLA. Das Unternehmen leidet auch an der Konglomerate-Krankheit. Der Absatz von kohlensäurehaltigen Getränken geht schon seit Jahren zurück. Zudem wollen immer mehr Konsumentinnen und Konsumenten nicht mehr so viel Zucker zu sich nehmen. Das sind nur einige der Probleme des Unternehmens, für das ich im September 2016 den Verkauf empfohlen habe. Hier kommt der Chart.

 

 

Der Vergleich von COCA COLA (blau) mit dem S&P 500 (rot) zeigt – die Aktie liegt in dieser Zeit um knapp 24 Prozent hinter dem Index. Berücksichtigt man die in dieser Zeit angefallenen Dividenden, dann würde COCA COLA sich in der Bilanz um rund 2 Prozent verbessern, da die Dividende des Unternehmens etwas höher ist, als die, die der S&P 500 einbringt.

 

Nordex

 

NORDEX war in den Jahren 2014-2016 eine der Lieblingsaktien der deutschsprachigen Finanzpresse. Die Aktie wurde unentwegt gepusht – bis zum Kollaps des Kurses. Im Herbst 2016 habe ich den Verkauf von NORDEX empfohlen.

 

 

Im Vergleich mit dem Index (TEC-DAX) seigt sich, NORDEX liegt um 90 Prozent dahinter. Auch diese Sell-Empfehlung endet also weit im Plus für den Index.

 

Jinkosolar

 

Wie NORDEX war auch JINKOSOLAR über Jahre eine der gehypten Aktien am deutschen Markt. Im Herbst 2016 habe ich sie zum Verkauf empfohlen.

 

 

Verglichen mit dem Index (NASDAQ) hat JINKOSOLAR in dieser Zeit um 25 Prozent schlechter abgeschnitten. Das ist aber erkennbar nicht der einzige Nachteil dieser Aktie. Sie ist schrecklich volatil. Steile Anstiege, steile Abstürze – welcher Anleger hält das durch? JINKOSOLAR ist ein Paradies für Trader – aber erkennbar nichts für Langfristanleger.

 

Deutsche Telekom

 

Telekommunikations-Werte sind in den letzten Jahren schlecht gelaufen. Einer der Gründe hierfür ist strukturell – die Konkurrenz ist einfach zu hoch.

 

 

Die DEUTSCHE TELEKOM hat Anlegerinnen und Anlegern in der Zeit seit meiner Verkaufsempfehlung etwas weniger eingebracht als der Index selber. Der Unterschied ist allerdings nicht sehr groß, da der Chart des DAX Dividenden enthält, der Chart der TELEKOM aber keine.

Ich selber meide deutsche Werte weitgehend – und der Chart der Telekom zeigt auch deutlich, warum das so ist: In Grün siehst du den S&P 500 den ich bevorzuge. Ein ETF auf den S&P 500 war um Längen besser als die DEUTSCHE TELEKOM. Es sind immerhin 30 Prozent. Trotzdem werte ich diese Verkaufsempfehlung bei der Schlussrechnung nur mit Null Prozent.

 

General Electric

 

GENERAL ELECTIC ist eine Ikone der amerikanischen Wirtschaft. Aber auch Ikonen können ins Straucheln geraten. GENERAL ELECTIC habe ich im Dezember 2017 zum Verkauf empfohlen.

 

 

Auch in diesem Fall ist der Abstand zum Index sehr groß – es sind 44 Prozent. Möglicherweise kann dem Unternehmen ein Turnaround gelingen. Das ist aber noch völlig unklar. Niemand weiß, welche Überraschungen in der Bilanz von GENERAL ELECTIC noch schlummern. Und das Unternehmen hat sehr hohe Schulden. Das kann gut ausgehen für das traditionsreiche Unternehmen – es kann aber auch schiefgehen. Kein Fall für grossmutters-sparstrumpf.

 

AT&T

 

Im Oktober 2017 habe ich vor AT&T gewarnt. Noch eine bekannte Dividendenaktie. Noch ein Unternehmen, dass in den letzten Jahren mit stagnierenden Umsätzen und Gewinnen zu kämpfen hat. Und mit hohen Schulden belastet.

 

 

Der Index war auch in diesem Fall die klügere Entscheidung. Um immerhin 22 Prozent besser lief es für Anlegerinnen und Anleger in den S&P 500.

 

Daimler

 

Die Aktien der deutschen Automobilindustrie habe ich in den letzten Jahren (vor allem auf Facebook in der Börsengruppe „Kleinen Finanzzeitung“) wiederholt zum Verkauf empfohlen. Sie sind – zusammengerechnet – zuletzt um immerhin 50 Prozent vom Hoch aus gefallen. Explizit habe ich DAIMLER aber erst im Juni 2018 zum Verkauf empfohlen.

 

 

Seither ist DAIMLER stark gefallen, konnte sich zuletzt aber deutlich erholen. Ob diese Erholung eine Zwischenerholung ist und sich der Abwärtstrend dann fortsetzt – keiner weiß es derzeit. Die Aktie von DAIMLER hat sich etwas schlechter entwickelt als der DAX. Es sind in der kurzen Zeit allerdings nur 3 Prozent gewesen.

 

Micron Technology

 

MICRON war die letzte Verkaufsempfehlung im August 2018.

 

 

MICRON hat sich rund 10 Prozent schlechter entwickelt als der Index. Hier könnte allerdings ein echter Turnaround folgen, der die Aktie ins Plus bringt. Könnte. Ich bleibe weiterhin skeptisch. MICRON kommt nicht ins Depot von grossmutters-sparstrumpf.

 

Mein Fazit

 

Verkaufsempfehlungen sind im Bereich der Finanzpresse ungewöhnlich. Analysten empfehlen Aktien. Aber sie warnen nur sehr selten vor ihnen. Ich habe das lange Zeit ähnlich gemacht. Warum ich das geändert habe?

Vielleicht liegt das ja auch an fool.com und an den Texten, die sie jeden Tag auf ihren Seiten bringen. Da werden wieder und wieder auch Sell-Empfehlungen gemacht. Nicht jede Verkaufsempfehlung muss am Ende auch ein Volltreffer sein. So wie auch eine Kaufempfehlung vor allem von den guten Argumenten lebt. Es kommt mir beim Lesen solcher Berichte vor allem auf die Argumente an.

In Aktien zu investieren hat zwei Seiten. Erstens müssen wir die Unternehmen finden, die sich besser entwickeln als der Index. Zweitens müssen wir aber auch vermeiden, zu viele Aktien im Depot zu haben, die dem Index hinterher laufen. Ich wollte mit den Verkaufsempfehlungen meinen Blick für die Aktien schärfen, die für ein Langfristdepot schlecht sind.

Ich bin mit meiner Bilanz zufrieden. In allen Fällen liegen die Aktien hinter dem Index, teilweise liegen sie sogar sehr deutlich dahinter. Zusammengerechnet sind es im Durchschnitt für diese Zeit gut 27 Prozent, die die Aktien schlechter gelaufen sind als der Index (genau: 27,25%).

COCA COLA ist von allen Aktien die ich zum Verkauf empfohlen habe die einzige, bei der ich vermute, dass sich diese Einschätzung im Laufe der Zeit ändern könnte. Dazu muss allerdings noch einiges passieren. Ich halte eine Rückkehr des Unternehmens zu steigenden Umsätzen und Gewinnen zwar für möglich, aber noch lange nicht für sicher.

 

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23 Kommentare

  1. Michael

    Danke (wieder einmal) für diesen Artikel.
    Was mich von der Kleinen Finanzzeitung abhält, ist dass sie auf Facebook ist. Lebe seit neun Jahren ohne. 🙂

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    1. Klara

      Das geht mir genauso. Schade. Aber vielleicht findet man einen Weg die kleine Finanzzeitung auch uns zugänglich zu machen. Facebook ist nicht datenhungriger als Google – und kaum jemand meidet deshalb Google.

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      1. Christian Thiel (Beitrags-Autor)

        Das wird wohl nichts – der Aufwand ist einfach zu hoch. Leg doch einfach ein Profil unter einem ausgedachten Namen an – dann musst du bei den Fragen die dir zum Eintritt gestellt werden allerdings angeben, dass du hier auf dem Blog liest.

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  2. Klaus Peterson

    Hallo Christian,
    danke für den netten Beitrag. Gibt es einen guten ETF (bzw. wo finde ich diesen) bei dem ich an dem S&P 500 partizipieren kann? Ich suche das als Beimischung zu meinem Depot.

    Dankeschön für die Hilfe,
    Klaus

    Antworten
    1. Christian Thiel (Beitrags-Autor)

      Ich würde mir bei justetf einen aussuchen: https://www.justetf.com/de/how-to/sp-500-etfs.html
      Ich selber habe eine Neigung zu dem großen ETFs. Das sind dann die von Vanguard und Blackrock (iShare).

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      1. Klaus Peterson

        Vielen Dank für die hilfe.

        Nette Grüße

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  3. Moritz

    Danke für den super Artikel.
    Danke auch für die Empfehlung zu fool.com – bin inzwischen begeisterter Leser.
    Ich habe mir auch die deutschsprachige Version fool.de angesehen, die ja zu motley fool gehören. Allerdings habe ich hier größtenteils den Eindruck, mit Finanzpornographie zugeballert zu werden, im Newsletter als auch teils auf der Website. Kommt mir das nur so vor? Die gehören ja zusammen, deshalb wundert mich das.

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    1. Christian Thiel (Beitrags-Autor)

      Mir rollen sich bei fool.de auch die Fussnägel auf. Inhaltlich oft sehr schlecht (bei Texten zu deutschen Aktien) – und zudem sind die amerikanischen Texte zu amerikanischen Aktien auch noch schrecklich schlecht übersetzt. Ich schaue da kaum je vorbei.

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      1. Bernd Schmid

        Hallo Moritz und Christian,

        Bernd hier von Fool.de. Wir nehmen uns das Feedback unserer Leser sehr zu Herzen. Daher wollte ich kurz nachfragen, was euch auf Fool.de im Vergleich zu fool.com nicht gefällt, bzw. was auf euch wie „Finanzpornographie“ wirkt. Einen solchen Eindruck zu erwecken, das ist nicht unser Ziel, daher wäre ich für euren Input dankbar.

        Beste Grüße
        Bernd

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        1. Christian Thiel (Beitrags-Autor)

          Ich habe die Tage tatsächlich zum ersten Mal einen Text auf fool.de gelesen, der in etwa die Qualität hatte, die ich von fool. com gewöhnt bin, Bernd. Es war der Text mit dem Vergleich von TUI und BOOKING, auf den mich jemand aufmerksam gemacht hat.
          Das ist aber (leider) die Ausnahme. Letztes Jahr hat mich jemand angeschrieben, der auf Empfehlung von fool.de die Aktie von DAIMLER gekauft hat. Klar ist das ein Fehler. Sollte man nicht machen, nur weil eine Webseite das schreibt. Trotzdem, wer Texte schreibe, hat eine Verantwortung.
          Ich habe mir den Text auf fool.de angesehen – ich war nicht begeistert, um es vorsichtig auszudrücken. Mal abgesehen davon, dass DAIMLER wie die gesamte Branche eine sehr schwierige Umorientierung vor sich haben (Elektromobilität), wovon in dem Text nicht die Rede war, tat der gesamte Text so, als wenn es in den nächsten zehn Jahren zu keiner Rezession kommen könnte, in der DAIMLER mal wieder auf 20-30 Euro fällt.
          Anfängerinnen und Anfängern eine Aktie zu empfehlen, die ein sehr starker Zykliker ist und seit 20 Jahren kein neues Hoch hat erzielen können, das ist gewagt – und wird genau so von der ganzen deutschen Finanzpresse praktiziert (und von vielen wird das dann „Finanzpornographie“ genannt).

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        2. Michael

          Ich hake mich mal ungefragt ein, weil ich den RSS-Feed von Fool.de abonniert habe. Generell finde ich es gut, dass auch mal breiter gestreute Überlegungen kommen und ich zwischendurch auch mal was zu Unternehmen lese, die ich bislang nicht kannte. Aber den Eindruck von „Finanzpornographie“, um den Ausdruck mal zu übernehmen, bekomme ich beispielsweise beim Thema Cannabis-Aktien. Es vergeht (gefühlt?) kein Tag, an dem nicht nicht mindestens ein, wenn nicht mehr Artikel zu dem Thema kommen. Es nervt einfach.
          Als „Finanzpornographie“ würde ich auch die Clickbait-Überschriften bezeichnen. Über beides kann ich hinwegsehen, bzw. in meiner App hinwegwischen.
          Und zum Thema Übersetzung: Neulich war was zum Thema Private Finanzen und Schulden drin. Grundsätzlich toll, aber wenn dann was von Collegeschulden drinsteht, ärgere ich mich da drauf geklickt zu haben, weil offensichtlich der US-Text 1:1 übernommen worden ist. In der Regel hat man im deutschen Sprachraum einfach keine Collegeschulden.
          Die Werbung stört mich nicht, denn es ist ein kostenloses Angebot, das ich gerne nutze. (Empfehlungen hinterfrage ich sowieso, u.a. weil ich mir Impulskäufe ohnehin nicht leisten kann bzw. will 😉 )

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      2. Bernd Schmid

        PS: Was die Übersetzungen anbelangt, da gebe ich dir Recht, Christian. Wir sind uns dessen bewusst und versuchen, das ein wenig zu steuern – u.a. dadurch, immer mehr originale Inhalte und weniger Übersetzungen zu veröffentlichen.

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  4. Bernd

    Lieber Christian
    Zeit, mich auch mal zu bedanken!
    Seit Aufnahme in die kleine Finanzzeitung hat sich bei mir einiges geändert.
    Ich hatte zuvor die Geldanlage dem Vermögensberater meiner Bank überlassen.
    Und mich geärgert, daß in dem eigentlich guten Jahr 2017 kaum etwas an Performance übrigblieb.
    Gründe: unterperformende Fonds und Aktien plus hohe Gebühren.
    Ermutigt durch dich, habe ich die Geldanlage in eigene Hände genommen.
    Verkauft Ende 17/Anfang 18 habe ich neben etlichen Fonds AT&T und Daimler.
    Gekauft habe ich dafür Amazon, Nike und Mastercard.
    Mit dem Ergebnis bin ich, wie du dir denken kannst, ausserordentlich zufrieden.
    Alles ist mir 2018 allerdings auch nicht geglückt, so habe ich ausgerechnet im September von frei werdendem Festgeld APPLE gekauft. Die Argumente, die dafür sprachen, gelten jedoch weiter.
    Ich lese aufmerksam alle Beiträge und mache mir meine Gedanken dazu.
    Man lernt immer hinzu, das ist das Schöne!

    Viele Grüße
    Bernd

    Antworten
    1. Christian Thiel (Beitrags-Autor)

      Danke Bernd. Und Glückwunsch, dass du dein Geld jetzt selber verwaltest. Mir gelingt auch nicht alles. Und ich habe APPLE bei 228 Dollar aufgestockt – das war zu optimistisch, wie wir jetzt wissen. Kommt bestimmt nicht wieder vor.
      Weiter viel Erfolg dir!

      Antworten
  5. Peter Silie

    Danke für den Beitrag. Nutzen Sie die kostenpflichtige Version von fool.com? Mich stört ein wenig die Werbung nach der Devise „zahlen Sie um Zugang zu unseren Aktien zu erhalten, die den Index um x% geschlagen haben“.

    Antworten
    1. Christian Thiel (Beitrags-Autor)

      Ich nutze seit sieben Jahren den kostenpflichtigen Dienst Stock Advisor von Fool.com. Allerdings lese ich in der Hauptsache die Gratis-Texte auf der Startseite. Außerdem achte ich auf die monatlichen Kaufempfehlungen. Ich habe allerdings ein Sonderangebot angenommen, das nur 49 Dollar im Jahr kostet. Das bekommt man natürlich nur, wenn man ihnen mal die Mailadresse gegeben hat – aufgrund ihrer Werbung.
      Mich stört die Werbung ebenfalls.
      Seit ich bei fool.com lese, ist meine Performance besser als die des Index. Das soll jetzt keine Werbung sein – ist nur eine Feststellung.
      Lustigerweise liegt meine Performance in der Regel deutlich vor fool.com.
      Ich habe an einigen Stellen andere Schlüsse gezogen als sie. Das scheint sich auszubezahlen. Das wichtigste sind dort nicht die Kaufempfehlungen, sondern die Argumente.

      Antworten
  6. Pelz

    Sehr guter Artikel. Was machen nun diejenigen, die 2016 nach Deiner Verkaufsempfehlung trotzdem dabei geblieben sind? Immer noch verkaufen?

    Antworten
    1. Christian Thiel (Beitrags-Autor)

      Ich persönlich würde von all den Werten auf lange Sicht ohnehin nur COCA COLA als aussichtsreich betrachten. Alle anderen eignen sich nicht.
      Aber kurz- wie mittelfristig ist das möglicherweise ganz anders. DAIMLER kann durchaus vom jetzigen Stand in den nächsten sechs Monaten um zehn oder zwanzig Prozent steigen. Die Aktie kann allerdings auch ganz schnell wieder nach unten drehen – und neue Tiefs erreichen. Wie die Krise der deutschen Autoindustrie weitergeht, das steht ja nicht fest. Jederzeit kann etwas Neues passieren. Auch etwas negatives Neues.
      Deshalb ist deine Frage nur sehr schwer zu beantworten. Jeder muss das ohnehin für sich selber entscheiden. Ich würde keine der Aktien derzeit im Depot haben wollen.

      Antworten
      1. Pelz

        Ich möchte sie auch nicht haben. Aber Aktien mit 20, 30 Prozent mehr im Minus verkaufen?

        Antworten
        1. Christian Thiel (Beitrags-Autor)

          Ja. Warum sollte man schlechte Aktien behalten? Sie erwirtschaften (möglicherweise) noch viel mehr Minus für dich als der Index.
          Die Regel heißt: Schlechte Aktien verkaufen, gute behalten. Die meisten Anlegerinnen und Anleger machen es umgekehrt, weil sie mit den schlechten nicht das Minus realisieren wollen. Und das ist nach allem was wir über Geldanlage wissen psychologisch absolut verständlich – aber es ist falsch.

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          1. Pelz

            Also Augen zu und mit drückendem Gefühl im Magen verkaufen.?

  7. Willi Oellers

    Guten Morgen
    Bitte machen Sie weiter so
    M.f.g Willi Oellers

    Antworten
    1. Christian Thiel (Beitrags-Autor)

      Danke. Mach ich!
      Christian Thiel

      Antworten

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