Acht Gründe Gold als Anlage zu meiden (2)

Heute werfen wir einen Blick auf den zweiten Grund, der in meinen Augen gegen Gold als einem Investment spricht: Es sind die hohen Kosten für Kauf, Verkauf und die Lagerung von Gold. Außerdem schauen wir uns an, wie Gold über sehr lange Zeiträume (100 Jahre) abgeschnitten hat und ob es dabei die Inflation schlagen konnte – oder nicht.

 

Die Geschichte von Markus

 

Neulich war ich bei einem Anleger-Stammtisch. Da hat Markus (52) erzählt, wie er seine ersten Schritte in Sachen Geldanlage gemacht hat. Markus ist aus Halle und entscheidet sich im Jahr 1991 dafür, Gold zu kaufen. Gold scheint ihm ein sehr solides Investment zu sein. Nicht so luftig – wie etwa Aktien.

Der Preis für eine Feinunze Gold liegt zu dieser Zeit bei rund 300 Euro (von DM auf Euro umgerechnet). All die Jahre in der DDR war Gold als Anlage für ihn unerreichbar. Jetzt aber ist das anders – und er setzt auf das gelbe Metall. Das ist so stark im Wert gefallen, da kann es doch wohl nur bergauf gehen.

Denkt Markus.

Und dann schaut er sieben Jahre zu, wie sein Gold im Wert sinkt. Jedes Jahr zahlt er jetzt für ein Schließfach. Außerdem bekommt er keine Dividende. Das alles ist ihm mit der Zeit immer schwerer gefallen. Denn das Gold wollte und wollte nicht steigen.

 

Markus verkauft – und ist enttäuscht

 

Nach sieben Jahren und bei einem Kurs von 270 Euro für die Unze war für Markus Schluss. Es ist schwer, sich Niederlagen einzugestehen. Auch ihm ist das so ergangen. Eine Bilanz für all die Jahre hat er lieber gar nicht erst gemacht. Das ist ein beliebter Trick, um sich nicht mit den Erfolgen oder Misserfolgen einer Strategie auseinandersetzen zu müssen.

 

Die Bilanz

 

Schauen wir mal, wie die Bilanz von Markus aussieht. Er hat 20.000 DM in Gold angelegt. Hier kommen die Kosten, die ihm in sieben Jahren entstanden sind:

2.600 DM          Kosten für Kauf und Verkauf (7 Prozent jeweils)

600 DM           Schließfach

2.000 DM           Kursverlust

5.200 DM           Gesamtverlust

Markus hat in sieben Jahren 5.200 DM verloren. Von den 20.000 Mark sind nach Kosten gerade einmal 14.800 DM übrig. Das ist ein Verlust von 26 Prozent. Mit einer Anlage in Gold. Dem soliden Gold.

Die Verluste die ihm dadurch entstanden sind, dass sein Geld nach diesen 7 Jahren deutlich weniger wert war als zu Beginn, habe ich in dieser Rechnung nicht einmal mitberechnet. Die Inflation damals war ziemlich hoch und lag bei 23 Prozent. Den Kaufkraftverlust mit eingerechnet wird Markus’ Bilanz also sogar einen Verlust von um die 40 Prozent ausmachen.

 

Was haben Aktien in der Zeit gebracht?

 

Hätte Markus sich für eine Anlage in den DAX entschieden, dann wären aus seinen 20.000 DM in diesen sieben Jahren 66.600 DM geworden. Kosten hätte er auch in diesem Fall gehabt. Beim Kauf und Verkauf von Aktien fielen in dieser Zeit noch weitaus höhere Beträge an als heute: Ein Prozent beim Kauf (200 DM) und noch einmal ein Prozent beim Verkauf (666 DM) – das ist immer noch ein sehr überschaubarer Betrag.

Die Kosten hätten Markus Gewinn von 233 Prozent nur geringfügig verringert. Auf 228 Prozent.

 

Warum ist es schief gegangen?

 

Die Gründe für Markus‘ Niederlage in Sachen Geldanlage sind zahlreich. Das Gold ist in dieser Zeit gefallen – wenn auch nur wenig. Es waren ja nur 10 Prozent. Markus hatte erstens hohe Kauf- und Verkaufskosten. Der zweite Punkt in der Rechnung, den Markus bei seinem Investment anfänglich nicht im Blick hatte, ist das Schließfach, das er gemietet hat. Dreißig Mark Miete für ein Schließfach – das klingt nicht nach viel Geld. Aber es summiert sich. Monat für Monat. Am Ende hatte Markus 2.500 DM alleine für die Aufbewahrung (und die Versicherung für das Schließfach) aufgewendet.

Die hohen Lagerkosten sind der Punkt in der Rechnung, der beinahe jedes Investment in das gelbe Metall ins Minus drückt, auch wenn Gold gerade mal wieder eine gute Zeit hat. Oder wenn du Gold über sehr lange Zeiträume hältst.

 

Wie konnte er das übersehen?

 

Wie kam es, dass Markus diesen Punkt so einfach „übersehen“ hat? Markus ist von Beruf Ingenieur. Er ist es gewohnt, sehr korrekt und gewissenhaft zu arbeiten. Schon oft habe ich es erlebt, dass gerade Menschen die im Beruf sehr gewissenhafte sind, bei der Geldanlage zu eher gewagten, ja fast abenteuerlichen Vorgehensweisen neigen. Sie schließen Wetten auf den Schweizer Franken ab – und der verliert über Nacht 20 Prozent an Wert. Sie kaufen Gold – und wundern sich, dass es fällt und fällt. Und dass ein Schließfach Geld kostet, dass jeden Gewinn aus einem möglich Anstieg des Goldpreises zunichtemachen kann.

Auch Markus scheint dieser Typ Anleger zu sein. Das zeigt auch der weitere Fortgang der Geschichte. Seine übriggebliebenen rund 15.000 DM hat Markus im Jahr 1999 schnurstracks an den Aktienmarkt getragen. Nein, er hat nicht in solide Aktien angelegt oder gar in den ganzen Index, den wirklich soliden MDAX oder in den S&P 500. Er hat dort gespielt, einmal mehr. Sein Geld wanderte in das hochriskante Aktiensegment des Neuen Marktes.

Als die Party dort vorüber war, war Markus um eine zweite Erfahrung reicher. Aber sehr viel ärmer. Es waren noch rund 2.000 DM übrig. Neunzig Prozent Verlust in knapp zehn Jahren.

 

Der wichtigste Kostenpunkt – das Schließfach

 

Die Preise für Schließfächer steigen derzeit stark an. Deshalb ist es beinahe unmöglich, mit einem Investment in Gold überhaupt ins Plus zu kommen. Bei einem weiterhin seitwärts laufenden Goldmarkt verlieren Anleger somit ständig Geld. Die Alternative: Du lagerst dein Gold zu Hause. Aber wer will das schon?

Oft wenn ich Gold-Fans mit diesem Argument konfrontiere, behaupten die, sie würden ihr Gold einfach in einer sternenklaren Neumondnacht in ihrem Garten vergraben – ohne jede Angst, dabei gesehen zu werden oder es später nicht mehr wiederzufinden. Respekt! Die Nerven hätte ich nicht.

 

Gold über lange Zeit halten

 

Vielleicht wäre das alles ja viel besser für Markus gelaufen, wenn er sein Gold für einen deutlich längeren Zeitraum gehalten hätte. Schauen wir mal, wie Gold über die letzten 40 Jahre abgeschnitten hat. In diese Zeit fallen immerhin zwei Boom-Phasen.

Lagerkosten: Ein Goldbarren (500 Gramm; heutiger Wert: 17.500 Euro), der vor 40 Jahren gekauft wurde, hat seinem Besitzer oder seine Besitzerin bis heute rund 8.000 Euro an Lagerkosten verursacht. Es bleiben dir also gerade noch 9.500 Euro.

Gebühren beim Kauf und Verkauf: Zudem werden beim Kauf und Verkauf Gebühren fällig, die laut Stiftung Warentest in der Regel in der Größenordnung von 7 Prozent liegen. Das macht im obigen Beispiel noch einmal 200 Euro beim Kauf und 1.225 Euro beim Verkauf. Es bleiben dir noch 8050 Euro.

Inflation: Ein Goldbarren mit einem Gewicht von 500 Gramm hat damals, umgerechnet, 2.900 Euro gekostet. Das ist, rechnet man die Inflation in dieser Zeit ein, in heutigem Geld die Summe von 6.880 Euro.

 

Geld verlieren – mit Gold ist das ganz einfach

 

Der inflationsbereinigte Gewinn für diese sehr lange Zeitspanne von immerhin 40 Jahren ist somit 1.170 Euro. Dein Gold hat dir in 40 Jahren einen realen Gewinn von 0,39 Prozent gebracht. Kläglich. Reich wirst du mit Zuwachsraten von 0,39 Prozent nicht.

Aber immerhin bleibt dir noch ein kleiner Gewinn! Das ist nicht bei jedem Kaufzeitpunkt in der damaligen Zeit so. Wer zum Beispiel am Höhepunkt des Goldpreises im Jahr 1980 gekauft hat, der wartet auch heute noch  darauf, dass sein Gold den damaligen Wert inflationsbereinigt wieder erreicht. Derzeit ist es davon sehr weit entfernt. Der Goldpreis müsste einen Preis von 2.500 Dollar erreichen, damit seine Besitzer ihr Gold überhaupt ohne Verlust loswürden. Das sind 50 Prozent Verlust in 37 Jahren. Mit Gold. Dem soliden Gold.

 

3. Gold macht niemanden reich

 

Dass Gold nicht reich macht, das kannst du ganz leicht daran erkennen, dass nicht ein einziger Milliardär auf dieser Welt (und kaum ein Millionär) mit Gold reich geworden ist. Einige von ihnen haben in Boom-Phasen (2001-2011) einen Teil ihres Geldes in Gold oder Goldminen gesteckt. Der berühmte Spekulant George Soros hat das getan.

Im Mai 2011, wenige Wochen vor dem Gipfelpunkt im Gold hat er sein Engagement komplett verkauft. Soros hatte seine Schäfchen im Trockenen. Die Dummen waren jene Anleger, die sich von den großartigen Versprechungen von Goldseiten im Internet auch zu diesem Zeitpunkt noch zum Kauf von Gold hatten hinreißen lassen.

Georg Soros hat mit Gold einen Spekulationsgewinn gemacht. Langfristig aber wurde niemand durch Gold reich. Die großen Vermögen der letzten Jahrzehnte wurden vielmehr mit Aktien gemacht. Oder dadurch, dass jemand ein Unternehmen gegründet hat.

Nehmen wir zum Beispiel Warren Buffett. Er ist der reichste Investor der Welt. Buffett lehnt jede Anlage in Gold kategorisch ab. Seine Gründe in Kürze: Gold zahlt keine Dividende. Gold schafft keine neuen Werte, wie Firmen es tun.

Diese beiden Punkte reichen Buffett aus, um Gold zu meiden. Ach ja, auch die Lagerkosten schrecken ihn.

 

4. Gold kann auf lange Sicht die Inflation nur knapp ausgleichen

 

In 100 Jahren ist Gold im Preis zwar von 20 Dollar auf rund 1.250 Dollar gestiegen. Das ergibt einen Gewinn von 6.150 Prozent. Das allermeiste davon ist aber die Inflation in dieser Zeit. Rechnet man die heraus, dann ist Gold nur um 0,8 Prozent pro Jahr im Wert gewachsen.

Auch bei der obigen Rechnung sind die hohen Lagerkosten und die Kosten für Kauf und Verkauf nicht mit berücksichtigt. Wie auch bei anderen Anlagen (Aktien, Immobilien) werden Anlageerfolge um sie leichter vergleichen zu können zunächst einmal ohne Kauf-, Lager- und Verkaufskosten berechnet.

Da diese Lagerkosten im Mittel zwischen 1 und 2 Prozent pro Jahr liegen, kann bei einem Goldinvestment inflationsbereinigt in der Regel kein Gewinn herauskommen. Viel wahrscheinlicher ist dagegen ein Verlust. Mit Gold. Dem angeblich sichersten Investment der Welt.

 

Wie geht es weiter?

 

Der Preis des Goldes ist sehr anfällig für politische Entscheidungen, auf die du und ich keinerlei Einfluss haben. Ein Grund für den derzeit noch immer sehr hohen Preis von Gold ist die große Nachfrage durch die Zentralbanken. Diese Käufe halten in meinen Augen den Preis oben. Fragt sich nur – was passiert, wenn die Zentralbanken ihren Kurs ändern?

Mehr dazu am Mittwoch, im dritten Teil der Serie zu den „Acht Gründen sein Geld nicht in Gold anzulegen“. Den ersten Teil findest du hier.

Stay tuned!

 

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15 Kommentare

  1. Mein Geldanlage Vergleich

    Hallo Christian,

    ein Artikel der sehr zur Diskussion anregt :). Bei Gold gibt es eigentlich nur zwei Meinungen. Entweder mag man die Geldanlage in Gold oder nicht.

    Deine Argumente gegen eine Anlage in Gold sind sicherlich richtig. Es gibt keine Dividende, es können kosten für die Lagerung entstehen usw.. Das sind auch die Argumente von Anlegern die nichts von einer Geldanlage in Gold halten. Wenn dann das Geld statt in Gold in andere Sachwerte investiert wird (Aktien, usw.) spricht auch nichts dagegen nicht in Gold zu investieren.

    Die Fürsprecher für Gold Argumentieren sehr oft das Gold eine Absicherung gegen Krisenzeiten ist. Man sieht das auch in der Vergangenheit. Immer wenn es Krisen gab ist der Goldpreis gestiegen. Auch diese Meinung ist mit Sicherheit richtig.

    Ich finde das Gold genauso in ein gutes Depot gehört wie Aktien oder auch Anleihen. Die Mischung macht es eben. Ob dabei physisches Gold gekauft wird oder eben Goldminenaktien ist dabei nach meiner Meinung egal.

    Sehr oft lese ich das 10-15% des Kapitals in Gold angelegt werden sollen. Ich persönlich finde 15 Prozent ein wenig viel, aber bis 10 Prozent halte ich für gut.

    Aber wie schon gesagt Geldanlage in Gold wird immer heiß diskutiert.

    Viele Grüße

    Klaus-Dieter

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  2. Hagebutte

    Ich kann den negativen Punkten zu Gold nicht wirklich zustimmen. Sicherlich birgt es eine gewisse Gefahr den reinen Gold-Bugs zu verfallen die das komplette Untergehen der Welt prophezeien und sich mit Münzbeuteln bewaffnet durch die Steppe ziehen sehen um davon zu überleben während Aktienbesitzer bzw. Giralgeld Besitzer leer ausgehen. Dennoch ist an diesem Punkt etwas dran weshalb ich ab 6 stelligen Depotgrößen auch einen gewissen Goldanteil bzw. Silberanteil beimischen würde. Aktien sind sicherlich Sachwerte, aber Giralgeld wird ja grade wie Heu gedruckt.
    Statt sich hier mit astronomische Lagerkosten von 8000€ und mehr die Rechnung kaputtzumachen könnte man geringe Goldbeträge auch im Haus verstecken, es nimmt ja eben kaum Platz weg oder alternativ einen alten Tresor bei Ebay abstauben. Einen Tresor mit Schutzklasse C2F oder D1(0) kann gerne mal 700-1200kg bei kompakten Ausmaßen wiegen, ist für viele Eigenheimbesitzer z.B. mit Keller eine mit 800-1500€ bezahlbare Option. Nebenbei sind diese Trümmer auch gerne mal längere Zeit feuerfest sodass sie auch für die Lagerung wichtiger Dokumente oder teuren Gegenständen (Uhren/Kameras etc.) „mißbraucht“ werden könnten.

    Wie schon in einem Kommentar hier erwähnt soll bei Vielen Gold eher einem Werterhalt denn einem Wertzuwachs dienen. Und in direkter Konkurrenz ständen hier auch eher AAA-Staatsanleihen. Auch hier spielt der Faktor Sicherheit eine hohe Rolle und auch hier ist die Rendite eher schlecht. Komisch dass auch dieses Zeug gekauft wird wie sonst was, obwohl die Rendite ggf. sogar schon bei Kauf negativ ist.

    Lässt man jetzt die Lagerkosten mal außen vor ist die Rendite von Gold zwar nicht gut, aber die Rechnung auf 100 Jahre hat ja schon gezeigt dass trotz Inflation der Wert in etwa gehalten wurde. Deswegen würde ich Gold zumindest schon als spannende Asset-Klasse im Depot haben wollen. Es reicht ja schon dass die Rendite nicht massiv negativ ist und vor allem das die Korrelation mit dem Aktienmarkt negativ ist.

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  3. Wolfgang von Depotübertrag Prämie

    Hallo Christian,

    ich bin der gleichen Ansicht. Gold war historisch gesehen keine gute Anlage. Zudem empfinde ich als großen Nachteil, dass Gold keine Ausschüttungen bringt wie z.B. eine Dividende bei Aktien. Gold ist also im Endeffekt nicht produktiv.

    Auf der anderen Seite kann ich verstehen, dass einige Anleger und Investoren Gold als Absicherung im Depot halten – z.B. über ein geeignetes und besichertes Wertpapier. Dadurch kann die Schwankung im Portfolio in der Regel in Krisenszenarien reduziert werden. Schwankung im Depot möchten nämlich gerade deutsche Anleger meist so wenig wie möglich.

    Neben Gold finde ich Silber interessant, aber nur am Rande. Silber hat aus meiner Sicht den großen Vorteil, dass es nebenbei auch noch ein viel benötigter Rohstoff ist. Was denkst du über Silber? Erstellst du dau auch einen Artikel?

    Beste Grüße, Wolfgang

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  4. Kasper

    „In 100 Jahren ist Gold im Preis zwar von 20 Dollar auf rund 1.250 Dollar gestiegen. Das ergibt einen Gewinn von 6.150 Prozent. Das allermeiste davon ist aber die Inflation in dieser Zeit. Rechnet man die heraus, dann ist Gold nur um 0,8 Prozent pro Jahr im Wert gewachsen.“

    Das ist leider die verkehrte Sichtweise; anders herum wird ein Schuh draus. Früher war Geld noch goldgedeckt, damit eben nicht beliebig viel davon gedruckt werden kann. Deine Aussage bestätigt vielmehr dass Gold eine stabilen Wert im Gegensatz zu unseren Geldscheinen hat, dieses hat demnach um 0,8% jährlich an Wert verloren. Vor dem Hintergrund der Absicherung und nicht der Investition mit Gewinnabsichten ist Gold also durchaus kaufenswert.

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    1. Christian Thiel (Beitrags-Autor)

      Bezogen auf die letzten 500 Jahre sieht es allerdings eher düster aus mit dem Wert des Goldes. Er sinkt – von Tief zu Tief. Mehr davon im nächsten Beitrag. Am Mittwoch.

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      1. Marc

        Sorry, aber wenn man 500 (vielleicht hast du dich vertippt?) Jahre als Argument benutzen muß, wird man unglaubwürdig. Da könnte man dann gleich auch die ewige Story von der römischen Toga und dem heutigen Anzug hernehmen. Der Aktienhandel begann, glaub ich, vor ca. 400 Jahren, die Aktien von damals gibt es natürlich nicht mehr, Gold aber schon. Bitte fair bleiben.

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        1. Christian Thiel (Beitrags-Autor)

          Komisch – da findet sich doch immer einer, der mir sagt, was man tun darf (seiner Meinung nach) und was nicht. Also ich mache es dann trotzdem mal. 500 Jahre sind ja für so etwas wie Gold nahezu nichts.

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          1. Marc

            Merkwürdig ist das schon, daß Golddiskussionen sehr emotional, manchmal aggressiv, wie ein vorhergehender Beitrag gezeigt hat, geführt werden. Lieber Christian, da ich annehme, daß auch dich die menschliche Psyche fasziniert, hab ich mal bei C.G.Jung nachgesehen. Da finden sich die Archetypen, die Symbole, die uns so bewegen. Dazu gehört auch Gold, auf das seit Jahrtausenden Macht und Reichtum projiziert wird. Aktien haben sich noch nicht so tief ins kollektive Unterbewußtsein eingegraben. Natürlich sind die Goldbugs Opfer dieser Projektion, aber interessanterweise genauso die Gegner, wenn sie mit ähnlicher Vehemenz auf das Edelmetall einschlagen. So sind wir alle Opfer dieser psychologischen Mechanismen. Daß Goldbugs wie Goldgegner eine Psychotherapie benötigen, behaupte ich mal, ist aber nicht ganz ernst gemeint.

      2. Kasper

        In Bezug zu welchem Vergleichswert soll den Gold bitte von Tief zu Tief sinken?
        Euro? Dollar? D-Mark? Reichsmark? Der Vergleich hinkt leider…

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  5. Laura Müller

    Die Schließfachkosten sind viel zu hoch bemessen.

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    1. Christian Thiel (Beitrags-Autor)

      Na gut – du hast mich überzeugt. Ich bin von 1-2 Prozent Lagerkosten ausgegangen, wie sie in der Literatur angegeben werden.
      Wenn ich die aktuellen Zahlen für Schließfächer in Berlin nehme und sie anschließend auch noch halbiere (für die 90er Jahre), dann bleiben nur noch 600 Euro Lagerkosten für Markus übrig.

      Antworten
  6. Marc

    Zu Ihrem letzten Artikel: Wenn „Markus“ sein Gold bis heute behalten hätte, hätte sich der Wert mehr als verdreifacht. Das Problem bei allen Assets ist immer dasselbe: Zum falschen Zeitpunkt verkaufen.

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  7. Leser G

    Ich denke, die wenigsten Goldbugs sehen Gold als Anlage für große Gewinne. Denen geht es in erster Linie um Absicherung gegen Währungszusammenbruch etc. – für den Zweck ist es womöglich geeignet.

    Ich selbst hab aus Folklore nur ein paar Silbermünzen, kenne aber ein paar Goldbesitzer. Solche Münzen liegen schon auch anders in der Hand als Euromünzen oder gar die berühmten DDR-Aluchips (da konnte man den Wert des Gelds tatsächlich fühlen…). Vielleicht schleicht sich dann leicht der Fehler ein, sich in diese Anlage zu verlieben, was man ja eher vermeiden sollte.

    Abgesehen davon: Für Münzen im Wert von 10k würde ich doch kein Bankschließfach mieten…

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  8. Marc

    „Die Finanzpolitik des Wohlfahrtsstaates macht es erforderlich, daß es für Vermögensbesitzer keine Möglichkeit gibt, sich zu schützen. Dies ist das schäbige Geheimnis, das hinter der Verteufelung des Goldes durch die Verfechter des Wohlfahrtsstaates steht. Staatsverschuldung ist schlicht und ergreifend ein Mechanismus für die „versteckte” Enteignung von Vermögen. Gold verhindert diesen heimtückischen Prozess. Es schützt Eigentumsrechte. Wenn man das erst einmal begriffen hat, ist die Feindschaft der Wohlfahrtsstaatsverfechter gegen den Goldstandard nicht mehr schwer zu verstehen“ (Alan Greenspan).
    Auffallend, wieviele Banker und speziell Notenbanker zu Goldfans werden, wenn sie in Rente sind. Daß die alle dafür einen Job oder Geld von einer Goldlobby bekommen, ist mir nicht bekannt, aber wer weiß.
    Ein Rätsel bleibt mir, warum Zentralbanken Gold kaufen, wenn derartig schwere Wertverluste zu erwarten sind. Sind die wirklich so dumm und verantwortungslos und verspielen unsere Steuergelder mit Gold?
    Besonders militante Goldbullen wie auch Goldbären sind mir verdächtig. Cui bono?

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  9. Gerard Ryan

    Es ist gar nicht war was Buffet sagt. Gold ist ein Rohstoff in die Industrie. Obwohl Gold zahlt keine Zinsen es kostet nix für die meisten Menschen es aufzubewahren. Als Investition es dient als Schutz gegen total Armageddon in die Finanzsystem zum beispiel dritte Weltkrieg oder ein Finanz Krise das die Oberbehörde nichts unter Kontrolle kriegen können. Das sind nur Beispiele.

    Antworten

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